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Weltuntergang verschoben

Nachdem heute am 21. Dezember nun doch die Welt nicht untergegangen ist, kann ich getrost in meinem Blog fortfahren.

Erst vor einigen Tagen bin ich darauf gestoßen, dass einer meiner liebsten Dichter – Max Dauthendey eine Poetenschwester hat, Elisabeth. Hier ein Gedicht von ihr, passend zur Jahreszeit:

Weihnacht


Ein Augenblick im Meer der Zeiten,

In dem die stillen Stimmen tönen,
Die sonst der Tag verdeckt mit seinem lauten Schrei’n
Der Augenblick, in dem die Kerzen brennen,
Die heiligen Kerzen, die der Liebe leuchten,
Da jedes Herz es ahnt, was Friede sei. –

In dieser Stille zwischen heut und morgen,
In dieser Handvoll weniger Minuten,
Besinnt der Mensch sich auf sein tiefstes Glück
Lauscht auf die leise Melodie der Liebe –
Und geht dann neu zu seinem Tag zurück.

Elisabeth Dauthendey (1854-1943)

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