Herbstwetter

Die ersten Stürme fegen über unser Land und treiben die roten und gelben
Blätter vor sich her. Zeit für ein Herbstgedicht – hier eines der schönsten:

Dies ist ein Herbsttag, wie ich keinen sah!
Die Luft ist still, als atmete man kaum,
Und dennoch fallen raschelnd, fern und nah,
Die schönsten Früchte ab von jedem Baum.

O stört sie nicht, die Feier der Natur!
Dies ist die Lese, die sie selber hält,
Denn heute löst sich von den Zweigen nur,
Was vor dem milden Strahl der Sonne fällt

Friedrich Hebbel (1852)

Und falls sich jemand fragt, wo denn die Göttinnen bleiben – die kommen morgen gleich im Doppelpack: zum Herbst gehören untrennbar Demeter und Persephone.

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